Windows 8: Professionelle Tipps jeden

Suchen und schneller finden

Die Windows-eigene Suchfunktion ist über das Suchfeld oben rechts im Explorer, über das Startmenü oder ganz einfach über die F3-Taste erreichbar. Windows durchsucht den Computer nach Ordner- und Dateinamen und den Inhalten einiger Dateitypen. Aber nur bei indexierten Ordnern ist die Suche tatsächlich schnell. Das sind in der Regel vor allem die im Nutzerprofil des Anwenders liegenden Ordner. Bei Suchobjekten, die an einem anderen Ort liegen, beispielsweise auf einer externen Festplatte, nimmt die Suche hingegen einige Zeit in Anspruch, auch das Ergebnis ist nicht immer das gewünschte.

Das Tool „Everything“, das es jetzt in einer neuen und kostenlosen Version gibt, sucht schneller und effektiver. Einige Probleme der Vorgängerversion wurden behoben. So müssen der Software nicht wie bisher bei jedem Start Admin-Rechte eingeräumt werden. Diese werden nicht mehr benötigt, da das Programm bei der Installation einmalig einen Windows-Dienst installiert.

Unverändert bleibt hingegen die Kernfunktion von „Everything“. Die Software greift auf die interne Dateitabelle des NTFS-Dateisystems zurück und verzichtet darauf, einen umfassenden und damit langsamen Suchindex anzulegen. Daher kann „Everything“, anders als die Windowssuche, auch nicht nach den Inhalten von Dateien suchen, sondern nur nach den Namen von Ordnern und Dateien. Nachdem „Everything“ während der Installation eine kleine Datenbank erstellt hat, liefert jede Suche umgehend ein Resultat. Dazu muss der Suchbegriff einfach in die Eingabezeile eingegeben werden. Das Programm filtert daraufhin die Datei- und Ordnerliste, und lediglich die Ordner und Dateien bleiben übrig, in deren Namen der Suchbegriff vorkommt. Die Liste der Ergebnisse lässt sich, wie aus dem Explorer bekannt, durch einen Klick auf den Spaltenkopf nach Pfad, Datum, Größe oder einfach Namen sortieren.

In der neuen „Everything“-Version stehen über das „Suchen“-Menü weitere zusätzliche Optionen zur Verfügung. Um die Anzahl der Suchergebnisse einzuschränken, kann man hier z.B. „Groß- und Kleinschreibung muss übereinstimmen“ oder „Ganzes Wort muss übereinstimmen“ anklicken. Darüber hinaus kann man die Ergebnisliste nach Dateitypen filtern, etwa nach „Video“ oder „Audio“. Auch die Verwendung logischer Operatoren wie NOT („!“) oder ODER („|“) ist möglich. Weiterführende Informationen findet man über „Hilfe > Hilfethemen“ im Everyhting-Wiki, das sich dann im Webbrowser öffnet.

Grosse Dateimengen umbenennen

Im Windows-Explorer eine einzelne Datei umzubenennen ist leicht: man markiert die Datei, drückt die F2-Taste, gibt den gewünschten neuen Namen ein und bestätigt durch Drücken der Enter-Taste. Das funktioniert auch, wenn mehrere Dateien markiert sind. Der gewünschte Dateiname wird dann an alle markierten Dateien vergeben, ergänzt lediglich um eine fortlaufende Nummerierung mit „(1)“, „(2)“ und so weiter. Will man seine MP3-Sammlung oder seine Bilder von der Familienfeier umbenennen, ist das aber eine wenig hilfreiche Vorgehensweise. Dafür benötigt man eine Software wie „Ant Renamer“

Umbenennen mit „Ant Renamer“: Das Programm wird installiert und gestartet. Nach dem Betätigen der ersten „Einfügen“-Schaltfläche werden die umzubenennenden Dateien ausgewählt. Mehrere Dateien auf einmal können ausgewählt werden, indem man die Strg-Taste gedrückt hält, während man die gewünschten Dateien anklickt. Durch den Befehl Strg+A werden sämtliche Dateien im jeweiligen Ordner markiert. Über die zweite „Einfügen“- Schaltfläche wird ein Order ausgewählt.

Mit einem Klick auf „Bearbeiten“ wird eingestellt, wie die Dateien umbenannt werden. Durch einen Klick auf „Datum & Zeit“ zum Beispiel wird der Dateiname durch das Dateidatum ersetzt. Hinter „Maske:“ kann das Dateiformat durch die im Fenster angezeigten Variablen festgelegt werden. Soll der ursprüngliche Dateiname beibehalten werden, wird einfach ein „f“ ergänzt. Ein „e“ am Ende bewirkt, dass die Dateierweiterung nicht verändert wird. Im Feld „Maske“ enthält die Eingabe so etwa „yy-mm-dd_fe“. In der aktivierten Vorschau unter der Liste kann man sehen, wie sich die gewählten Einstellungen auswirken. Durch einen Klick auf „Datei“ wird wieder die komplette Dateiliste angezeigt. Wenn man dann die F5-Taste betätigt, erscheint eine Vorschau für alle Dateien. Wenn man mit der zufrieden ist, benennt „Ant Renamer“ nach einem Klick auf „Start“ die Dateien um. Die Software ist ziemlich flexibel, wenn es um die Festlegung der Regeln für die Umbenennung geht. Das Programm beherrscht auch reguläre Ausdrücke für komplexe Muster. Auch EXIF-Dateien und MP3-Tags stehen als Variablen zur Verfügung.

by AdminVoll